Freitagabend Köln, Samstag Messe, Sonntagmittag zurück nach Hause, mit zwei Übernachtungen dazwischen – für unsere Verhältnisse fast schon ein Kurzurlaub. Sonst sind meine Verlobte und ich immer nur für einen Tag hoch zur gamescom gefahren, morgens hin und abends mit dem letzten Zug wieder zurück. Diesmal haben wir uns das erste Mal die Zeit gegönnt, auch mal anzukommen, statt nur durchzuhetzen, und beim Sortieren der Fotos merke ich, wie gut uns das getan hat.
Freitagabend: Ankommen, zwei Drinks, ein Blick auf die leere Messe
Angereist sind wir schon am Freitag, ganz bewusst einen Tag vorher, damit wir am Samstag ausgeruht und ohne Stress in die Halle können. Eingecheckt, kurz durchgeatmet, und dann ging’s erstmal in die Hotelbar – zwei Drinks für uns beide, unter diesen großen, geflochtenen Lampenschirmen, die da von der Decke hingen.

Später sind wir nochmal raus und rüber zur Koelnmesse gelaufen, einfach so, aus Neugier. Die Hallen hatten für den Tag längst geschlossen, der Vorplatz lag komplett verwaist da, nur der „Welcome to gamescom“-Schriftzug leuchtete blau in die Dunkelheit.

Samstag: der Tag, an dem die großen Namen mal nicht im Vordergrund standen
Am Samstag waren wir dann drin, und ich muss sagen: Die ganz großen Publisher-Bühnen haben uns diesmal weniger interessiert als sonst. Klar, GTA 6 war irgendwie an jeder Ecke Thema, und dass die Messe dieses Jahr zum ersten Mal komplett ausverkauft war, hat man den Hallen auch angemerkt – stand ja auch überall zu lesen, das muss ich hier nicht nochmal ausbreiten. Uns hat’s eher zu den kleineren Ständen gezogen, unter anderem kurz zu Lumibricks mit ihren unter Blacklight leuchtenden Klemmbaustein-Dioramen, wo wir für ein paar Fotos stehengeblieben sind – bei der Hallengröße gab’s danach aber noch genug andere Stände zu entdecken.
Ein noch nicht fertiger Prototyp zur Bladerunner Lizenz:

Lumibricks Cyberpunk Theme, nur ein Ausschnitt, natürlich war das Thema im Vordergrund, obwohl es noch eine Weile dauern wird, bis die nächsten „Cyberpunk“ Spiele erscheinen wird (u. a. von CD-Project Red)

Ein kurzes Video für Cyberpunk-Fans
Ein kleiner Gänsehautmoment war für mich außerdem der Commodore-Stand – zum ersten Mal seit der Übernahme durch den neuen Eigentümer war die Marke wieder mit einem eigenen Auftritt dabei, und zwischen all den olivgrünen Retro-Gehäusen stand da dieses Cyberpunk-angehauchte Ausstellungsstück mit „REBOOT“- und „EXECUTE“-Tasten. Dafür musste ich einfach kurz stehen bleiben und ein Foto machen.

Sonntag: Kaffee, Koffer, Zug
Am Sonntagmittag saßen wir schon wieder im Zug nach Hause, ziemlich geschafft, aber auf die gute Art. Es war kein Marathon-Wochenende mit durchgeplantem Stundenplan, eher ein entspannter Kurztrip zu zweit mit einem sehr vollen Messetag mittendrin – und genau deswegen ist mir am Ende auch nicht die große Publisher-Show in Erinnerung geblieben, sondern ein leuchtendes kleines Klemmbaustein-Diorama, von dem ich noch schnell ein Foto gemacht habe, bevor’s weiter durch die Hallen ging.